Seller-Vendor logo

Finanziell

CRaP (Can't Realize a Profit)

CRaP steht für „Can't Realize a Profit" und ist eine interne Amazon-Klassifizierung für 1P-Vendor-Sortimente. Wenn Amazon nach Abzug aller eigenen Kosten (Sales-Fees, FBA-Logistik, Lagerung, Marketing, Returns) keinen positiven Deckungsbeitrag pro verkaufter Einheit realisiert, kommt das Produkt auf die CRaP-Liste. Folge: das Produkt wird in Amazons internen Algorithmen depriorisiert, von Marketing-Allokationen ausgeschlossen oder ganz aus dem Sortiment entfernt („CRaP-out").

Für den Vendor ist CRaP-Risiko strukturell, und schwer vorhersehbar. Faktoren, die zur CRaP-Klassifizierung beitragen, sind hohe Versandkosten relativ zum Verkaufspreis (sperrige Low-Margin-Produkte besonders betroffen), hohe Return-Quoten, schlechte Lager-Drehgeschwindigkeit und aggressive Endpreis-Discounts durch Amazon selbst.

CRaP-Klassifizierung wird oft nicht aktiv kommuniziert, der Vendor bemerkt sie an stillem Umsatz-Einbruch, reduzierter PO-Frequenz oder vollständigem Listing-Ausschluss. CRaP-Risiko ist einer der häufigsten Auslöser für einen Wechsel vom Vendor- ins Broker-Modell oder ins parallele 3P-Setup (Hybrid).

Verwandte Begriffe

Auch bekannt als: crap-out · cant-realize-profit