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Geschäftsmodelle

1P (First Party)

Der Buchstabe "1" in 1P steht für "First Party", Amazon ist die erste Partei in der Transaktionskette und tritt als rechtlicher Verkäufer auf. Im Gegensatz zum 3P-Modell, in dem Marken direkt an Endkunden verkaufen, geht die Ware beim 1P-Modell mit Wareneingang ins Amazon-Eigentum über. Amazon übernimmt Listing-Pflege, Pricing, Logistik, Customer Service und Compliance. Die Marke beliefert über das Vendor-Central-Portal und arbeitet mit Purchase Orders, die Amazon algorithmisch generiert.

Der Zugang zum 1P-Modell ist nur per Einladung möglich, Amazon spricht typischerweise Marken mit hoher Sales-Velocity im 3P-Modell oder etablierte Volumen-Marken aus dem stationären Handel an. Für die Marke bedeutet 1P reduzierte operative Last, dafür Verlust der Pricing-Hoheit und strukturelles CRaP-Risiko (Can't Realize a Profit). Margen-Bandbreite typisch 10–30 Prozent, Zahlungsziele Net 60 bis Net 90.

Beispiel

Beispiel: Eine Konsumelektronik-Marke verkauft 30 SKUs im 1P-Modell an Amazon. Amazon platziert „Sold by Amazon" auf den Listings, übernimmt Versand via Prime und discountet bei Bedarf eigenmächtig. Die Marke erhält monatliche POs mit 60-Tage-Zahlungsziel.

Verwandte Begriffe

Auch bekannt als: first-party · 1p-modell · vendor-1p