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Geschäftsmodelle

3P (Third Party)

3P steht für „Third Party". In der Transaktionskette ist die erste Partei der Endkunde, die zweite Amazon als Marktplatz, die dritte der unabhängige Seller. Anders als beim 1P-Vendor-Modell bleibt die Marke Eigentümerin der Ware bis zum Übergang an den Endkunden. Auf der Produktdetailseite steht „Verkauft von [Markenname]", Amazon erscheint nur als Plattform-Betreiber.

Operativ läuft 3P über das Seller-Central-Portal. Die Marke pflegt Listings selbst, steuert Pricing, schaltet Werbung über Sponsored Ads und entscheidet über Fulfillment-Modell (FBA für Prime-Versand oder FBM für Eigenversand). Granulare Daten zu Sales, Search Terms und Ads-Performance sind in Echtzeit verfügbar. Im Gegenzug trägt die Marke die operative Last: Compliance, VAT-Registrierungen, EPR-Pflichten und das Risiko einer Account-Suspendierung bei Verstößen gegen Performance-KPIs. Margen-Bandbreite typisch 25–45 Prozent.

Beispiel

Beispiel: Eine D2C-Brand verkauft 80 SKUs über Seller Central in DE, FR, IT, ES, UK und US. Pro-Markt-Steuer-Registrierungen sind eingerichtet, das Team umfasst 4 FTEs (Listing, Ads, Compliance, Logistik).

Verwandte Begriffe

Auch bekannt als: third-party · 3p-modell · seller-3p